Ikea Uppleva im Test – der schwedische Bastel-Fernseher

Ikea Uppleva Fernseher im TestDie Erfolgsgeschichte von Ikea basiert auf der einfachen Devise: Möbel im Selbstaufbau zu Kampfpreisen. Das Billy-Regal verdient fast einen Stern auf dem Walk of Fame, ebenso wie manch anderer Preishit der Möbelkette. Nun wagen sich die Schweden auf die nächste Stufe und liefern zu den TV-Möbelstücken gleich den passenden Fernseher und eine Blu-ray-Komplettanlage. Uppleva heißt das gute Stück – und reiht sich damit nahtlos in die lange Kette eigenwilliger Bezeichnungen ein. Durchatmen heißt es für Heimwerker mit zwei linken Händen: Zumindest den Fernseher und die Anlage liefert IKEA am Stück und nicht als Bastelsatz. Audio Video Foto Bild hat die Kombinationen zusammengeschraubt und getestet.

Einzeln gibt es den Fernseher und die Blu-ray-Anlage nicht. Ikea verkauft die Geräte nur im Set mit einer entsprechenden TV-Bank für gut 1.100 Euro. Letztere muss wiederum von zwei Personen zusammengebaut werden, was erfahrene Billy-Monteure jedoch kaum vor Probleme stellen sollte. Die Blu-ray-Anlage fügt sich nach dem Aufbau passgenau in zwei Fächer der TV-Bank ein. Die Kabel werden unter einer leicht wackeligen Plastikblende entlanggeführt und sollen sich dadurch bändigen lassen. Die Tester von Audio Video Foto Bild konnten sich mit dieser Lösung nicht sonderlich anfreunden, da die Kabel nicht vollständig versteckt werden. Freistehend sollte die TV-Bank ebenfalls nicht platziert werden: Mit den Ikea-typischen Spanplatten fällt die Rückseite nicht gerade ansehnlich aus. Steht das Möbelstück jedoch an einer Wand, gefällt die schicke Optik.

Bei der Qualität des Fernsehers liefert Ikea solide, aber nicht überragende Qualität. Das Bild ist bei langsamen Bewegungen angenehm scharf und flüssig, auch die kräftigen Farben können die Tester überzeugen. Sobald die Bildfolge jedoch schneller wird, kommt der Ikea-Fernseher nicht mehr nach. Bei Kinofilmen fällt zudem die leicht ungleichmäßige Ausleuchtung an den schwarzen Balken auf. Von der Blu-ray-Anlage sind die Redakteure dagegen begeistert: Sie liefert kraftvollen Sound, klingt sowohl in den Tiefen als auch den Höhen natürlich und ausgewogen. Dadurch kann sie auch mit der regulären Konkurrenz mithalten.

Um Fernbedienungs-Chaos zu vermeiden, beschränkt sich Ikea auf eine Steuereinheit. Dass dieser Schuss größtenteils nach hinten losgeht, liegt an der wenig komfortablen Umschaltung: Je nachdem welches Gerät der Nutzer ansteuern möchte, muss er zunächst den Modus wechseln. Zudem liegen einige wichtige Tasten unter einem Schieber, was wiederum zusätzliche Handgriffe nötig macht. Mit den Menüs sind die Tester zufriedener, wenngleich für Satelliten-Nutzer Vorsicht geboten ist. Der automatische Assistent fand im Test nur wenige Programme – der Rest musste von Hand eingestellt werden.

Fazit: Wer ein solides Gesamtpaket fürs Heimkino sucht und sich die einzelnen Komponenten nicht mühsam selbst zusammentragen möchte, macht mit dem Ikea-Set keinen Fehler. Während sich der Fernseher im Test von Audio Video Foto Bild eher im Mittelfeld ansiedelt, können die Blu-ray-Anlage und die schicke TV-Bank überzeugen.

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