Farb-Laserdrucker im Test – der Ton(er) macht die Musik

Konica Minolta Magicolor 1600W TestLaserdrucker sind für den gewöhnlichen Hausgebrauch wesentlich weniger verbreitet als Tintenstrahldrucker. Altbekannte Vorurteile haben sie vielen Heimanwendern abspenstig gemacht. So mancher sieht beim Gedanken an einen Farb-Laserdrucker bereits ein kleines Vermögen davonschwimmen, anderen treibt der Preis eines neuen Toners die Schweißperlen auf die Stirn. Dabei wird häufig vergessen, dass es mittlerweile durchaus günstige Farb-Laserdrucker gibt, die sowohl in der Anschaffung als auch beim Verbrauchsmaterial erschwinglich sind.

In ihrem aktuellen Laserdrucker-Test haben die Redakteure von Computer Bild fünf Geräte getestet, allesamt derzeit für unter 130 Euro erhältlich. Der Testsieger HP Laserjet Pro CP 1025 gehört mit einem Marktpreis von 110 Euro zu den teureren Modellen im Testfeld. Dafür liefert er jedoch nicht nur die beste Druckqualität, sondern verbraucht auch weniger Strom als die Konkurrenz. Nicht zuletzt liegt der CP 1025 auch bei den Druckkosten vorne: Eine Textseite kostet nur gut zwei Cent, ein Farbdruck 14 Cent. Ähnlich gut schneidet auch der zweitplatzierte Xerox Phaser 6000 ab, schluckt allerdings mehr Strom und Tinte als der Spitzenreiter.

Wenn es besonders günstig sein soll, überzeugt besonders der Konica Minolta Magicolor 1600W. Sowohl der Anschaffungspreis (knapp 85 Euro) als auch die Druckkosten sind äußerst niedrig und qualifizieren den Magicolor 1600W zum echten Schnäppchen. Dem Toner sollte man allerdings nicht gewaltsam zu Leibe rücken, enthält er doch Trichlormethan – nicht gerade die angenehmste Substanz. Samsung mischt dem gepflegten Giftcocktail zusätzlich noch Styrol bei: Das hat eine Abwertung für den ansonsten ordentlichen Samsung CLP-325 zur Folge. Der flüsterleise Drucker rutscht dadurch noch hinter den Dell 1250C, der mit gut vier Cent pro Textseite und über 50 Cent je Foto die höchsten Druckkosten im Testfeld verkraften muss.

Bei den niedrigen Anschaffungskosten bedarf es zwangsläufig Einschränkungen in der Ausstattung. Den Rotstift haben die Hersteller direkt beim Lieferumfang angesetzt: So wird meist nur ein Starter-Tonerset mitgeliefert, das bereits nach relativ wenigen Seiten am Ende ist. Ein USB-Kabel als Verbindung zum PC spendiert hingegen nur Xerox. Angesichts der günstigen Anschaffungskosten ist diese Einsparung aber zu verschmerzen. Zwar sind die getesteten Farb-Laserdrucker damit immer noch teurer als vergleichbare Tintenstrahl-Geräte, die Mehrkosten dürften sich jedoch aufgrund des günstigeren Verbrauchsmaterials schnell amortisiert haben – so man denn regelmäßig in nennenswertem Umfang druckt.

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