Navigationsgeräte im Test – dein Freund und Helfer

Garmin nüvi 2360LT TestBecker Active 43 Talk Test

Orientierungslos in der Fremde, die überdimensionale Straßenkarte quer durch den Innenraum des Autos gespannt: So oder ähnlich sah Navigation früher aus. Einem Navigationsgerät traute damals kaum einer. Schließlich führten viele ihre Fahrer sonst wo hin, nur nicht ans gewünschte Ziel – und teuer waren die Dinger auch noch. Heute haben die meisten Modelle aktuelle Karten und eine gute Routenführung. Nicht zuletzt kann man mit einigen sogar sprechen. Wie gut das Navi den Fahrer jedoch versteht und die gegebenen Anweisungen umsetzt, ist schwankend – wissen auch die Redakteure der Stiftung Warentest.

Elf Modelle umfasst der aktuelle Navigationsgeräte-Test, fünf davon können mit einer Zieleingabe per Spracherkennung umgehen. Der Alptraum eines jeden Autofahrers, mitten in der Wildnis vom Navi im Stich gelassen zu werden, kann man mittlerweile getrost ad acta legen. Alle getesteten Geräte navigieren „gut“, allzu große Unterschiede zwischen den Herstellern gibt es in diesem Bereich nicht mehr. Dann schon eher in der Handhabung, die bei neun Testkandidaten nur „befriedigend“ ausfällt.

Den ersten Platz teilen sich das Garmin nüvi 2360LT und das GoPal E5455 EU+ von Medion. Mit der Note 2,3 („gut“) erreichen sie in allen Bereichen annähernd gleich gute Ergebnisse. Was das Garmin bei der Navigation gegenüber der Konkurrenz gut macht, holt Medion mit der deutlich besseren Akkulaufzeit wieder heraus. Auf dem dritten Platz ist das Becker Active 43 Talk kaum schwächer, besonders Verarbeitung und Sprachsteuerung fallen positiv auf. Bei den Navigations-Zwergen mit 3,5-Zoll-Bildschirm hat ebenfalls Garmin die Nase vorn, das nüvi 2240LT erhält die Note 2,4 („gut“).

Die größten Unterschiede zwischen den verschiedenen Navigationssystemen gibt es bei den Zusatzfunktionen. Das TomTom Go Live 1005 bietet mit seinen (später kostenpflichtigen) Live-Diensten die besten Staumeldungen auf dem Markt, ist dafür aber auch das teuerste Gerät im Test. Ebenfalls nicht ganz billig ist das Mio Spirit V575 TV. Wie der Beiname sagt, können die Mitfahrer damit per DVB-T Fernsehprogramme sehen – der Fahrer sollte das jedoch tunlichst lassen. Über Sinn und Unsinn dieses Extras lässt sich jedoch streiten, zumal die schwache Akkuleistung dem Fernsehspaß bereits nach nicht einmal zwei Stunden ein jähes Ende setzt.

So hat jedes getestete Navigationssystem seine eigenen Stärken und Schwächen. Wirklich viel falsch machen können Autofahrer bei ihrer Wahl also nicht – sofern sie sich nicht gerade für das billigste Modell entscheiden. Unverständlich ist lediglich, warum einige der bekanntesten Geräte aus vergleichbaren Tests, etwa das Navigon 40 Premium, nicht den Weg ins Testfeld bei Stiftung Warentest gefunden haben.

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2 Antworten zu Navigationsgeräte im Test – dein Freund und Helfer

  1. Pingback: Navigon 70 Premium Live Test | Testsieger.de Blog

  2. Lothar says:

    Hurra, mein Garmin nüvi 2360LT hat den ersten Platz belegt! Ich wusste ja schon vorher, dass das ein Klasse Teil ist, aber nun habe ich es auch schwarz auf weiß. Vor allem stimmt hier das Preis-Leistungs-Verhältnis.
    p.s.: Tolle Seite – ist mir ein Lesezeichen wert! Danke und Weiter so!

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