Kaffee zählt zu den Lieblingsgetränken der Deutschen. Ob klassischer Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato – dem Variantenreichtum sind kaum Grenzen gesetzt. Der anspruchsvolle Kaffeetrinker wird sich allerdings kaum mit einer gewöhnlichen Filtermaschine zufrieden geben. Die Lösung ist ein Kaffeevollautomat.
Doch auch die Bequemen können zu einem der automatischen Multitalente greifen – denn mit häufig nur einem einzigen Knopfdruck mahlt der Vollautomat frischen Kaffee aus ganzen Bohnen, brüht ihn aromatisch auf und liefert, wenn gewünscht, gleich den Milchschaum dazu. Auch die Reinigung und Entkalkung übernimmt die Maschine durch spezielle Programme meist selbst. Der einzige Haken: Wer sich das Rundum-sorglos-Paket nach Hause holen möchte, brauch einen gut gefüllten Geldbeutel. Denn ein Kaffeevollautomat ist eine teure Anschaffung, die wohlüberlegt sein will.
Mit nur wenigen Handgriffen ist also perfekter Kaffeegenuss garantiert – zumindest in der Theorie. Im Dezember hat Stiftung Warentest zwölf Espresso-Vollautomaten getestet und dabei festgestellt: Geschmackvollen Kaffee und guten Milchschaum bieten alle Testkandidaten. Bei der Beurteilung der Kaffee-Ergebnisse für Espresso und Cappuccino schneiden die Vollautomaten allesamt „sehr gut“ bis „gut“ ab. Der Teufel steckt vielmehr im Detail: Die zwei nur „befriedigend“ bewerteten Maschinen weisen nämlich jeweils auf einem Gebiet deutliche Schwächen auf. Während das Modell Saeco Syntia (Note 2,8) etwas arg umständlich daherkommt, ist der WMF 800 (2,9) im Vergleich zum restlichen Testfeld ein echter Stromfresser. Zudem ist das WMF-Modell der mit Abstand teuerste aller getesteten Kaffeevollautomaten.
Hier liegt auch ein entscheidender Unterschied zwischen den ansonsten relativ gleichwertigen Geräten: Die Differenz zwischen dem günstigsten und dem teuersten Kaffeevollautomaten im Test beträgt aktuell satte 1.000 Euro. Bis auf die WMF 800 tummeln sich die meisten hochpreisigen Modelle an der Spitze: Der Testsieger VeroBar 100 („gut“, Note 1,8) von Bosch und der zweitplatzierte Jura Impressa C9 („gut“, 1,9) schlagen derzeit mit etwa 830 bzw. 1.000 Euro zu Buche. Jedoch gibt es mit der Melitta Caffeo Bistro („gut“, 2,0) bereits für rund 470 Euro einen überzeugenden Kaffeevollautomaten, der im Test nur um 0,1 Notenpunkte schwächer abschneidet. Das breite Mittelfeld liegt bei der Funktionalität annähernd gleichauf, preislich unterscheiden sich die Maschinen allerdings deutlich voneinander.
Wer also den Kauf eines Espresso-Vollautomaten in Betracht zieht, kann in puncto Geschmack nicht viel falsch machen – das Ergebnis stimmt bei allen getesteten Geräten. Deshalb muss es für hochwertigen Kaffeegenuss auch nicht gleich das teuerste Modell sein.




Ich habe mir vor Jahren schon eine Jura Impressa zugelegt und kann sie nur weiterempfehlen; die Kaffeevollautomaten von dieser Marke schneiden generell immer gut bis sehr gut ab, was mich nicht wundert – die kennen ihr Handwerk einfach;)
Kaffeevollautomaten sicd auf jeden fall eine praktische Sache, besitze selber einen und bin sehr glücklich damit. Aber man muss sich bewusst sein, dass zwar die Bedienung schnell und unkompliziert ist, die Wartung fällt dagegen umso umfangreicher aus! Entkalken, Nachfüllen, reinigen… viele unterschätzen das.
Naja, besonders in der Schweiz war Jura lange Zeit auch für andere Haushaltsgeräte bekannt, insbesondere Bügeleisen. Per Ende 2008 hat Jura ausserhalb der Schweiz den Vertrieb seines Bügelsortiments eingestellt :/